Kleines Fest im Großen Garten

Schöner geht's nicht
Mit langanhaltendem, frenetischem Applaus und leuchtenden Handys ehrte das Publikum am letzten Abend des diesjährigen Kleinen Fests im Großen Garten den „Mann mit dem Zylinder“. Es war die letzte Saison von Harald Böhlmann, dem Erfinder und Organisator des äußerst erfolgreichen Kultfestivals aus Hannover.

Am 30. Juli ging das insgesamt 450. Kleine Fest im Großen Garten mit einem fulminanten Höhenfeuerwerk zu Ende. Zwischen dem 5. und dem 30. Juli 2023 hatten rund 150 Künstlerinnen und Künstler aus 22 Nationen auf 49 Bühnen und Plätzen großartige Kleinkunst in einem der bedeutendsten Barockgärten des Kontinents gezeigt und Jung und Alt verzaubert.

Spektakuläres Programm mit grandioser Erfolgsbilanz Zu den seit 1986 erfolgreich durchgeführten 450 Kleinen Festen kamen rund 1,5 Millionen Menschen. Rechnet man die wetterbedingt vorzeitig abgebrochenen 58 Feste dazu, blickt man auf über 500 Veranstaltungstage zurück. In diesem Jahr waren bei fast durchgehend schönem Sommerwetter zu den 23 Veranstaltungstagen rund 100 000 Gäste in den Barockgarten gekommen.

Wenn er auf das diesjährige Kleine Fest zurück schaut, ist Böhlmann hochzufrieden: „Wir blicken auf eine außergewöhnliche Saison zurück. Wir und die Künstlerinnen und Künstler haben nur in glückliche Gesichter geblickt. Der Zauber des Großen Gartens und der vielfältigen Darbietungen hat das Publikum in diesem Sommer wohl noch mehr begeistert. Schöner geht’s nicht“. Besonders berührt war der „Mann mit dem Zylinder“ von den zahlreichen Festgästen, die sich bei ihm an allen Abenden für die schönen Stunden in den vergangenen Jahren bedankt haben: „Viele Menschen haben mir gesagt, dass das Kleine Fest ein Teil ihres Lebens geworden sei. Und das hat mich wirklich sehr bewegt“. Aber auch die Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt schätzen das Festival außerordentlich. Viele empfinden es als Auszeichnung, beim Kleinen Fest auftreten zu dürfen.

Eine Ära geht zu Ende
Als der „Mann mit dem Zylinder“ und die Künstlerinnen und Künstler das Publikum zum letzten Mal mit „Es war uns ein Vergnügen“ verabschiedeten, ging auch eine Ära zu Ende. Harald Böhlmann, der das Kleine Fest im Jahr 1986 erfunden und 38 Jahre lang geplant und geleitet hat, hinterlässt ein international renommiertes Festival, dessen Erfolgsgeschichte nicht nur in der Kleinkunstszene einmalig ist.

Kleines Fest – eine phänomenale Erfolgsstory

Der Große Garten, eine der bedeutendsten Gartenanlagen Europas, ist seit 1986 Hauptdarsteller des Kultfestivals, das am Anfang tatsächlich einmal klein war. Was damals auf 10 Bühnen mit ein paar Hundert Gästen begann, gilt heute als eins der schönsten Kleinkunstfestivals Europas.

Geschätzt und geliebt wird das Kleine Fest für seine beispiellose Mischung großartiger Künstler aus aller Welt und seine besondere Atmosphäre: Die Festgäste tauchen ein in eine Welt aus Clownerie, Magie, Artistik, Akrobatik, Comedy, Masken- und Puppenspiel, Musik, Straßentheater und Poesie.

Auch bei den Künstlern sowie bei Agenten und Veranstaltern der internationalen Kleinkunst- und Varietészene hat das „Kleine Fest im Großen Garten“ einen exzellenten Ruf. Sie kommen von weither und verleihen damit der Kleinkunstmetropole Hannover eine noch größere Bedeutung. Bis heute haben sich rund 1,5 Millionen Menschen zwischen Hecken, Teichen und Fontänen begeistern lassen.

Es ist eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Hannover und stand 2023 zum letzten Mal unter der Leitung seines Erfinders, Harald Böhlmann, bekannt als der „Mann mit dem Zylinder“.