In den vergangenen Jahrhunderten waren viele Bereiche im Großen
Garten den Nutzpflanzen vorbehalten. Die Heckenquartiere in der
südlichen Gartenzone waren zum Beispiel mit Obstbäumen
bepflanzt. Im Feigen- und im Apfelgarten wurden Spalierobst, Kräuter
und Gemüse gezogen, um den königlichen Hof zu versorgen.
Diese Tradition wird durch den neuen Weingarten innerhalb des
'Apfelstückes' wieder aufgenommen. Durch den Schutz der alten
Backsteinmauern entsteht in diesem Bereich ein Klima, in dem auch
empfindliche Obstkulturen gedeihen können.
Während der EXPO 2000 standen die Weinstöcke vor dem
französischen Pavillion. Im Frühjahr 2001 wurden sie
der Stadt Hannover von ihrer Partnerstadt Perpignan geschenkt.
Bei den rund 50 Jahre alten Weinstöcken handelt es sich um
die Sorte 'Carignan'. Die Unterpflanzung erfolgte, wie schon in
vergangenen Jahrhunderten üblich, mit Lavendel und anderen
Kräutern.