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Die Schloßwiese ist der Platz, an dem 1665 der Herzog Johann
Friedrich das Jagdschloß Lauenstadt neu errichten ließ.
Im Jahr darauf beauftragte er seinen Gärtner Michael Grosse
damit, südlich des Schlosses einen Lustgarten anzulegen. In
den Jahren 1674 bis 1678 wurden die 16 quadratischen Beete nach
Plänen von Henry Perronet in Hecken eingefaßt und Obstbäume
gepflanzt. Die Wasserspiele hielten 1676 mit der Großen Kaskade
und einem Becken mit wasserspeienden Tritonen anstelle der heutigen
Glockenfontäne einzug. Bis zu seinem Tode 1679 diente das Schloß
Herrenhausen dem Herzog Johann Friedrich als Sommerresidenz. Danach
begann die wohl bedeutenste Epoche für Herrenhausen: Die Herrschaft
von Kurfürst Ernst August und seiner Gemahlin Kurfürstin
Sophie. Von 1680 bis 1714 wurde im Großen Garten nichts ohne
den ausdrücklichen Wunsch der Kurfürstin erschaffen oder
verändert. 1683 bestellte Sophie ihren französischen Gärtner
Martin Charbonnier nach Herrenhausen, unter dessen Leitung der Garten
seine heutige Form und Größe annahm. Am 18. Oktober 1943
schlug eine Brandbombe im Schloß ein, und zerstörte es
fast völlig. Weitere 28 Bomben schädigten den Großen
Garten so sehr, daß es lange Zeit und einen von der Stadt
Hannover ersonnenen sieben Jahres Plan brauchte, bis der Garten
1966 zu seiner 300 Jahr Feier in neuem Glanz erstrahlte.
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