Großer Garten Herrenhausen - Die Schloßwiese    
  Bilder aus Herrenhausen, 2004  
 
Großer Garten Herrenhausen - Schloßwiese
 

Die Schloßwiese ist der Platz, an dem 1665 der Herzog Johann Friedrich das Jagdschloß Lauenstadt neu errichten ließ. Im Jahr darauf beauftragte er seinen Gärtner Michael Grosse damit, südlich des Schlosses einen Lustgarten anzulegen. In den Jahren 1674 bis 1678 wurden die 16 quadratischen Beete nach Plänen von Henry Perronet in Hecken eingefaßt und Obstbäume gepflanzt. Die Wasserspiele hielten 1676 mit der Großen Kaskade und einem Becken mit wasserspeienden Tritonen anstelle der heutigen Glockenfontäne einzug. Bis zu seinem Tode 1679 diente das Schloß Herrenhausen dem Herzog Johann Friedrich als Sommerresidenz. Danach begann die wohl bedeutenste Epoche für Herrenhausen: Die Herrschaft von Kurfürst Ernst August und seiner Gemahlin Kurfürstin Sophie. Von 1680 bis 1714 wurde im Großen Garten nichts ohne den ausdrücklichen Wunsch der Kurfürstin erschaffen oder verändert. 1683 bestellte Sophie ihren französischen Gärtner Martin Charbonnier nach Herrenhausen, unter dessen Leitung der Garten seine heutige Form und Größe annahm. Am 18. Oktober 1943 schlug eine Brandbombe im Schloß ein, und zerstörte es fast völlig. Weitere 28 Bomben schädigten den Großen Garten so sehr, daß es lange Zeit und einen von der Stadt Hannover ersonnenen sieben Jahres Plan brauchte, bis der Garten 1966 zu seiner 300 Jahr Feier in neuem Glanz erstrahlte.


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