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Ursprünglich war die Galerie zur Überwinterung von Orangenbäumen
und anderen Kübelpflanzen gedacht. Weil dort oft Feste gefeiert
wurden und die Zahl der Kübelpflanzen immer größer
wurde, baute Johann Christian Boehme 1720-1723 die neue Orangerie.
Der Überwinterungssaal des eingeschössigen Gebäudes
ist 87m lang, 13,5m breit und 7,5m hoch. Leider mußte die
fensterlose Nordwand des Fachwerkbaus bereits 1739 komplett erneuert
werden, da das Eichenholz verrottet war. Sie wurde von Johann Paul
Heumann durch eine massive Backsteinwand ersetzt. Der königliche
Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves gab der neuen Orangerie
1819 eine klassizistische Fassade. Orangerien gehören zu den
Vorläufern der Gewächshäuser, die sich erst dann
durchsetzten, als Glas billig herzustellen war. 1969 wurde für
die Kübelpflanzen in der Nähe des Großen Gartens
ein 13 Meter hohes Gewächshaus gebaut. Seitdem wird das Orangeriegebäude
für Messen, Ausstellungen und Theateraufführungen genutzt.
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