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Das Orangenparterre, 1695 von Martin Charbonnier entworfen, war
der Stellplatz der Orangenbäume für die Sommermonate.
Für gewöhnlich bilden das Orangeparterre und die Orangerie
- der Stellplatz der Orangenbäume im Winter - eine Einheit.
Bis 1723 war das auch in Herrenhausen so. 1724 war die neue Orangerie
fertiggestellt, und die nördlich an das Orangenparterre angrenzende
Gallerie wurde seit dem ausschließlich für repräsentative
Zwecke genutzt. 1965 - zur 300 Jahr Feier - wurde das Orangenparterre
von Professor Karl H. Meyer, dem damaligen Leiter der Herrenhäuser
Gärten, erneut geplant. Buchsbaumornamente und farbige Kiese
bilden nun zusammen mit den Orangenbäumen und der Galleriefassade
ein kunstvolles Ganzes.
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2008 wurde ein künstlerischer Wettbewerb ausgerufen, den bisher schlichten Brunnen im Orangenparterre neu zu gestalten. Die Neptungruppe, welche bis 1997 auf der Balustrade der Grotte ihren Platz hatte, sollte wieder ins Orangenparterre einziehen. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts offenbar für einen Brunnen entstanden, fristeten die neun Figuren ihre Zeit seit 1849 auf der Grotte. Hofbaumeister Laves hatte sie dort aufstellen lassen. Nach der Restaurierung der Grotte 2001 bis 2003 passte die Neptungruppe nicht mehr in das Gesamtbild, und sie wurde vorübergehend eingelagert. Glücklicherweise setzte sich der inzwischen pensionierte Denkmalpfleger Dr. Peter Königfeld für den neuen Standort im Orangenparterre ein, so daß wir heute den römischen Gott der Meere Neptun und acht weitere wasserspeiende Putten, jeweils vier auf Schildkröten und Delfinen dort bewundern können.
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