Großer Garten Herrenhausen - Das Große Parterre Links : Details  
  Bilder aus Herrenhausen, 2004  
 
Großer Garten Herrenhausen - Großes Parterre
 


Das Große Parterre oder Luststück vor dem Schloß war ein Festsaal im Freien zum Sehen und Gesehenwerden. Buchsbaumornamente (elf Kilometer, 110.000 Einzelpflanzen), Taxuspyramiden, Gartenplastiken und Wasserspiele gliedern die 31.000 qm Gartenraum. Im Mittelpunkt der acht Rechteckigen Beete steht die Glockenfontäne mit 164 Strahlen, die alle von einer eigenen Lampe angestrahlt werden können. Das bringt die Fontäne bei Dunkelheit ganz besonders zur Geltung. Ringsherum sind vier von insgesamt 32 Sandsteinplastiken zu einer Entführungsszene aufgebaut. Die übrigen 28 zeigen die Welt der klassischen Mythologie, Götter, Tugenden, Jahreszeiten und Erdteile. Wie im Barock üblich, sind sie weiß gestrichen, was Marmor vortäuschen soll. Die Figuren, um 1708 aufgestellt, stammen von verschiedenen Künstlern, unter ihnen der hannoversche Bildhauer Christian Vicken, der Italiener Antonio Laghi, der Holländer Pieter van Empthusen und der Holländer Arnold Roßfeld. Die extreme Breite des Großen Parterre verweist auf holländische Vorbilder. Französischen Ursprungs dagegen ist die Ausgestaltung der vier inneren Teilstücke als Broderien, verschlungenen Ornamenten, barocken Stickereimustern gleich.

 

Auf dem oberen Bild sind nicht zu sehen: Die Erdteile - Europa und Amerika.

 
Großer Garten Herrenhausen - Die Erdteile - Europa
 
Großer Garten Herrenhausen - Die Erdteile - Amerika


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