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In vielen höfischen Gärten wurden früher Kulissentheater
benutzt, die je nach Bedarf irgendwo im Garten aufgeschlagen und
wieder entfernt wurden. Parallel dazu entwickelten sich Hecken-
oder Boskett-Theater als feste Einrichtung. In Herrenhausen wurde
zwischen 1689 und 1692 ein solches Heckentheater gebaut. Die Hainbuchenhecken,
die die Kulissen und Umkleideräume bilden, verliehen ihnen
den Namen. Vergoldete Bleifiguren und Taxuspyramiden schmücken
die 62 x 58 Meter große Bühne. In dem im Stil eines Amphitheaters
gestalteten Zuschauerraums finden etwa 1000 Besucher Platz; Sandsteinputten,
die Jahreszeiten darstellend, verzieren die Abschlußmauer.
Es ist nicht bekannt, wer das Heckentheater entworfen hat. Die Bauarbeiten
leitete Brand Westermann, die gärtnerischen Martin Charbonnier.
1892 erbaute Johann Friedrich de Münter an der Rückfront
des Gartentheaters die "Kleine Kaskade" oder "Brunnentreppe".
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