Als fester Programmpunkt der „Festwochen Herrenhausen" hat sich die Veranstaltung „Kleines Fest im Großen Garten” längst zum beliebtesten Festival seiner Art Deutschlands entwickelt. Dieses Jahr fand es erstmals an 15 Abenden im Juli statt und hat das Publikum auf unnachahmliche Weise verzaubert - bereits zum 22. Mal in Folge. Über 130 Künstler aus 19 Ländern wurden zu dieser Saison eingeladen, Sie zwischen Hecken und Boskettgärtchen, an Brunnen und Fontänen und auf den Wegen zu verzaubern. Ab 19 Uhr erwartete das Publikum eine bunte, abwechslungsreiche Mischung unterschiedlicher, kurzer Darbietungen, die harmonisch aufeinander abgestimmt waren. Masken, Mimen, Musikanten, Gaukler und Komödianten, Puppenspiel, Pantomime, Musik, Tanz, Ballade, Clownerie und anderes mehr waren dabei, während Jung und Alt von einer Bühne zur anderen wandelten. Wie in jedem Jahr war der barocke Große Garten wieder Hauptdarsteller des stimmungsvollen Kleinkunstfestivals.

Harald Böhlmann - der Mann mit dem Zylinder und Erfinder der kleinen Feste - hat erneut ein fantastisch abwechslungsreiches Programm zusammen gestellt. Das Publikum hatte die Wahl zwischen der spektakulären Schleuderbrettakrobatik des Trios Csaszar, der tierischen Pantomime von Le Mime Daniel, der verträumten Luftakrobatik des Bencha Theaters zu Livemusik und der ungewöhnlichen Breakdance-Show von Starbugs oder dem galanten Barocktanz der Deutschen Tanzkompagnie im 300 Jahre alten Gartentheater und vielem mehr. Oskars fantasiereiche Zugfahrt mit dem Publikum, die Streiche des frechen Elefanten, die preisgekrönte Akrobatikshow von Les Acrostiches und die Kapriolen des Straßentheaterclowns Nino Costrini begeisterten ebenso wie Rigolo mit seinem meditativen Riesenmobile, die Flamenco-Parodie der drei Latinos von Lost Locos oder das hinreißende Künstlerpaar Prise de pied, die vor lauter Verliebtheit aufeinander herumturnten und und und.
Krönender Abschluss des fast vierstündigen Programms war traditionsgemäß das Défilée aller Künstler und das "kleine" Feuerwerk. Zu später Stunde verabschiedete sich der grüne "Festsaal" - der Große Garten - mit Illuminationen und Wasserspielen zu Barockmusik.