| Ludwigslust.
Wieder einmal verwandelte sich der barocke Schlosspark von Ludwigslust
in einen fantasievollen Kunstgarten. Zu dem landwirtschaftlichen
Kleinod gesellte sich die darstellende Kunst in Form des Kleinen
Festes im großen Park.
Über 80 Künstler hatten auf 22 Bühnen und Spielorten,
die sich an exponenten Stellen in den Park einfügten, Kleinkunst
geboten, die bekanntlich so schwer zu machen ist. Das internationale
Ensemble von Artisten, Schauspielern, Clowns und Entertainern
bot Kunst auf höchstem Niveau.
Die Zuschauer waren von der Brillanz der Darstellung, der Fantasie
der Kostüme oder der Leichtigkeit und Spritzigkeit der Vorträge
begeistert. Bereits der Empfang auf der Schlosswiese durch langbeinige
und bunte Fabelwesen ließ die märchenhafte Stimmung
aufkommen, von dem das Kleine Fest lebt. |
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Beim Spaziergang durch den Park mit seinem wechselndem Licht,
den Baumalleen und den Wiesenwegen tauchten sie immer wieder auf,
die Walk acts, wie es in der Künstlersprache heißt,
jene Gestalten, die uns in die Märchenwelt unserer Großmütter
versetzen. Einer jener Gestalten war der Waldschrat, den die Kinder
fragten, ob er denn auch Hunger habe. Der Waldschrat sagte ihnen,
dass er sich von Schmetterlingen ernähre, was bei den Kindern
doch auf Unglaube stieß und sie boten ihm mitleidvoll ein
Stück von ihrer Bratwurst an. Das ist sicher das Besondere
des Festes, der Wechsel zwischen Spaziern in einem wunderschönen
Park und der Halt an der nächsten Bühne, um den Künstlern
zu lauschen und sich von ihrem Spiel einfangen zu lassen. Die
einhellige Meinung der Festbesucher, die teilweise aus Hamburg,
Hannover und Berlin anreisten, zu dem von Harald Böhlmann
arrangiertem Kulturereignis, es war ein tolles Erlebnis, wir kommen
im nächsten Jahr wieder. B.Genth |